| Zeitgeschichteprojekt der 4. Klassen
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Erster Programmpunkt am Mittwoch war das Leopold-Figl-Museum in Rust.
Viel Interessantes über Figl erfuhren wir von Fr. Maria Kornhofer, die uns liebevoll betreute. Jeder war im Endeffekt besonders stolz darauf, dass unsere Schule den Namen dieses großen niederösterreichischen Politikers tragen darf.
Danach fuhren wir ins Kino nach Tulln, um uns den Film „Mein bester Feind“ mit Moritz Bleibtreu anzusehen.
Beim Betrachten werden wichtige Fragen der Gegenwart ( z.B.: jene, was eine Freundschaft wert ist; wer Zivilcourage besitzt; welche Bedeutung das Wort „Humanität“ hat; Anpassung oder Widerstand …) aufgeworfen.
Dieser Film ist wirklich sehenswert!
Am Donnerstag besuchten wir die Gedenkstätte Mauthausen.
Trotz guter Vorbereitung im GS-Unterricht waren wir tief erschüttert über die Berichte der Dame und des Herren, die uns durch das ehemalige Konzentrationslager begleiteten.
Der Anblick der Todesstiege ließ uns erschaudern. Unvorstellbar, welche harte Arbeit, Angst und Qualen die Häftlinge erdulden mussten.
Auf der Heimfahrt waren alle besonders ruhig und nachdenklich. Man konnte die allgemeine Betroffenheit spüren.
Den letzten Projekttag verbrachten wir in der Schule.
Wir bekamen Besuch von einigen unserer ersten HS- AbgängerInnen: Fr. Hansi Groiss, Fr. Ernestine Heitz und Hrn. Franz Draxler.
Ihr Schulalltag zwischen 1948 und 1952 war alles andere als leicht: Sie mussten zu Fuß zur Schule gehen, hatten keinen Turnsaal, kein fließendes Wasser in den Klassen, keine Zentralheizung, keinen richtigen Spielplatz, keinen Schrank voller Kleider, … . Zur Jause gab es Schmalzbrot oder Brot mit kalter Eierspeis.
Am Nachmittag hieß es in den Russischunterricht zu gehen, da wir ja damals Teil der sowjetischen Besatzungszone waren.
Jeder war auf die Hilfe des anderen angewiesen.
Heute können diese Damen und Herren mit Stolz auf ihr Leben zurückblicken und sprühen vor Lebensfreude. Einfach nachahmenswert!!!
(Luise Holicki)